Kochen ist nicht gleich Kochen!
Unterschiedliche Koch-Arten:
Der Begriff „kochen“ (lateinisch coquere , „kochen, sieden, reifen) ist im engeren Sinne das Erhitzen einer Flüssigkeit bis zum Siedepunkt. Im weiteren Sinne das Garen und Zubereiten von Lebensmitteln.
Kochen
Garen in Wasser beim Siedepunkt von 100°C
Sprudelnd kochen
Der entstehende Wasserdampf entweicht in Blasen und mischt das Gargut durch, wie z.B. Nudeln.
Simmern
Es wird nur wenig Hitze zugeführt (engl. to simmer=sieden), das Gargut bleibt ruhig liegen.
Dämpfen
Der Dampf erreicht eine Temperatur von 100°C und die Lebensmittel werden auf einem Sieb über das Wasser gehalten. Vitaminverluste durch Auslaugen werden reduziert.
Dünsten
Garen mit sehr wenig Flüssigkeit
Glasieren
Dünsten von zuckerhaltigem Gemüse wie z.B. Karotten
Garziehen
Bei einer Temperatur von 75 bis 95 °C werden empfindliche Lebensmittel gargezogen und nicht zerstört wie beim Kochen.
Druckgaren
Beim Druckgaren werden Speisen unter erhöhtem Druck im fest verschlossenem Topf in Flüssigkeit bei Temperaturen zwischen 100 und 120 °C gegart. Diese Methode reduziert die übliche Garzeit und schont Nährstoffe und Vitamine. Das Garen findet unter Ausschluss von Sauerstoff statt. Dadurch bleibt der Eigengeschmack von Speisen voll erhalten.
Da der Topf während des Garprozesses unter Druck steht ist ein Öffnen des Deckels zur Kontrolle des Garguts nicht möglich.
Koch-Geräte
Druckkochtopf
Der Wasserdampf wird zurückgehalten und es wird ein Überdruck aufgebaut. Dadurch kann das Wasser bis auf etwa 120° C erhitzt werden. Durch die Erhöhung der Gartemperatur verringert sich die Garzeit
Vorteil: Die Vitamine werden geschont.
Zur Zubereitung von Speisen mittels Wasser oder Wasserdampf werden in Privathaushalten häufig Heißluftdämpfer, Schnellkochtöpfe, Woks mit Dämpfeinsätzen, Reiskocher, Dampfgarer und konventionelle Kochtöpfe aus Edelstahl oder anderen Materialien eingesetzt. Dampfgarer wurden Mitte der siebziger Jahre entwickelt. Durch kurze Garzeiten ist der Nährstoff- und Vitaminverlust beim Gargut gering und es können ohne Geschmacksübertragung gleichzeitig verschiedene Speisen zubereitet werden.
Wasserkocher, Kaffee- und Espressomaschinen dienen der Zubereitung von Heißgetränken wie z.B. Tee, Kaffee, Kaffeespezialitäten, Espresso, Kakao und Brühen. Beliebt sind auch Sodabereiter, die Trinkwasser mit entsprechenden Sirupen in verschiedene Geschmacksrichtungen verändern oder auch nur mit Kohlensäure versetzen.
Überwiegend im Gastronomiebereich werden Variokocher, Bain-Marie (beheizbares Wasserbecken zum Warmhalten von Speisen) und Kochkessel eingesetzt.
Weitere mit Wasser arbeitende Haushaltsgeräte:
Viele Hersteller von Kühl- und Gefrierkombinationen bieten integrierte Systeme mit Eiswürfelbereitern an. Beliebt sind auch einzelne Tisch-Geräte. Eiswürfel aus Eiswürfelbereitern werden durch die Verwendung von gefiltertem Trinkwasser relativ klar.
Weitere Haushaltshelfer mit Wassernutzung sind Eierkocher, Dampfbesen, Dampfreiniger, Dampfsauger, Wassersauger, Sprühsauger, Blitz-Dampfglätter und Dampf-Bügelmaschinen bzw. Bügelstationen.
Elektrische Mundduschen ergänzen die tägliche Zahnpflege.
Zimmer-Springbrunnen, Nebler und Klimageräte tragen zu einem angenehmen Raumklima bei.
In Kosmetikstudios werden Vaporisatoren zur Vorbehandlung eingesetzt. Im Gegensatz zum Inhalator wird die Substanz direkt erhitzt, statt eine Lösung zu verdampfen. Auch in der klassischen und alternativen Medizin werden diese Geräte bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen und der schonenden Einnahme von Wirkstoffen verwendet.
Mittels Heißdampf können Babyflaschen besonders umweltschonend und chemiefrei desinfiziert werden.
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