Vorkommen und Nutzung von Wasser
Wasservorkommen
Ca. 95 Prozent der Erde ist mit Wasser bedeckt. Ca. 98 Prozent des Wassers liegt in flüssiger, ca. 1,8 Prozent in fester und 0,001 Prozent in gasförmiger Form vor.
| Wasservorkommen in % |
| Meere |
83,96 |
| nicht förderbares Grundwasser |
15 |
| Polar-Eis |
1 |
| Flüsse |
0,015 |
| förderbares Grundwasser |
0,015 |
| Atmosphäre |
0,0008 |
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Den größten Anteil haben dabei die Meere. Ca. 97 Prozent des Wasseraufkommens besteht aus dem Salzwasser der Meere.
Nur ca. 1 Prozent stehen als Trinkwasser (Trinkwassergewinnung aus Grund- und Oberflächenwasser) zur Verfügung. Das meiste Süßwasser ist als Eis an den Polen, Gletschern und Dauerfrostböden gebunden und nicht der Nutzung zugänglich.
Global betrachtet ist Trinkwasser nach wie vor ein kostbares Gut.
Die ersten sesshaft werdenden Menschen in den Hochkulturen der Antike über das Mittelalter bis zur Neuzeit waren und sind der Gefahr von Wassermangel (Dürre) oder einem Zuviel an Wasser (Hochwasser) ausgesetzt.
Das Wasserrecht war eine der ersten Rechtsform im Zuge der Entwicklung des Ackerbaus und der Viehzucht. Diese Entwicklung machte es notwendig, den Zugang zum Wasser und die Verteilung zu regeln.
Weltwassertag
Am 22.12.1992 wurde in einer Resolution der 47. Vollversammlung der Vereinten Nationen der jeweils 22. März eines jeden Jahres zum „Tag des Wassers“ (World Water Day) erklärt.
Der Weltwassertag soll dazu beitragen, Wasservorkommen zu schützen und das Bewusstsein dazu bei der Bevölkerung zu bilden.
Die UN-Mitgliedsländer machen durch verschiedene Aktionen und Aktivitäten auf ein bestimmtes Schwerpunktthema aufmerksam. Das Schwerpunktthema 2008 ist "Sanitation" (sanitäre Grundversorgung).
Organisationen aus wasserwirtschaftlichen Bereichen sollen zum nachhaltigen Umgang mit Wasser motivieren. Auch Schulen und andere Bildungseinrichtungen können durch Projekttage oder Veranstaltungen eine zukunftsorientierte Wassernutzung unterstützen.
Weltweite konkurrierende Wasserverwendung
Eine ausreichende Versorgung mit Trinkwasser ist leider keine Selbstverständlichkeit.
Knapp die Hälfte der Menschheit hat heute zu wenig Wasser. Ca. 2050 droht zwei Drittel der Menschheit akute Wassernot. Selbst in einigen europäischen Städten und Regionen ist Wasserknappheit jedes Jahr ein aktuelles Thema.

Weltweit haben ca. 1,1 Mrd. Menschen keinen gesicherten Zugang zu einer Wasser-Quelle, einem Brunnen oder Leitungssystemen. 2025 werden es 2,3 Mrd. Menschen sein. Alle 8 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen verseuchten Wassers. Jährlich sterben deshalb ca. 5,3 Mio. Menschen, erkranken ca. 3,3 Mrd. und erblinden ca. 6 Mio. Menschen.
Seit Beginn der 90er Jahre ist der durchschnittliche Wasserverbrauch in Deutschland um rund 14 Prozent gesunken und liegt bei ca. 126 Litern pro Einwohner und Tag.
Im europäischen Vergleich (Haushaltswassergebrauch einschließlich Kleingewerbe/Stand: 2004) hat Belgien den niedrigsten Wasserverbrauch.

Verwendung von Trinkwasser
Reines Trinkwasser wird im wasserreichen Deutschland vielfältig genutzt.
Das meiste wird dabei für tägliches Baden und Duschen verwendet.
Überblick über die Wasserverwendung (Durchschnittswerte in Liter bezogen auf die Wasserabgabe an Haushalte 2004):

Von den rund 127 Litern Trinkwasser werden nach Gebrauch ca. 123 Liter vor allem als mit Putz-, Reinigungsmittel-, Waschmittel- und Körperpflegemittel verschmutztes Wasser der Kanalisation zugeführt.
Die individuellen Verbrauchswerte können sehr unterschiedlich sein. Beim Test, eine große Geschirrmenge von ca. 160 Teilen abzuwaschen, lag der Verbrauch von Wasser zwischen 14 und 447 Litern Wasser, je nach Spültechnik.
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